Skip to main content

Was ist ein Mikroskop?

Unsere Augen haben, im Gegensatz zu einem Mikroskop, nur eine begrenzte Möglichkeit, die nicht ausreicht, die verborgenen kleinen Wunder unserer Welt erfassen zu können. Unser Sehvermögen ist enorm, aber wenn es darum geht in den Mikrokosmos vorzudringen, spielt die Natur nicht mehr mit. Wenn man beispielsweise Bakterien oder Viren sichtbar machen will, dann benötigt man schon ein Mikroskop. Allerdings kann man ein Standard Lichtmikroskop nicht pauschal für alle Vergrößerungen einsetzen, dass mag für uns Laien seltsam klingen, für Wissenschaftler nicht.

Mikroskop Objektive

Um ein wenig besser verstehen zu können wie ein Mikroskop arbeitet, habe ich mich dazu in die Schule meiner Tochter begeben, und gemeinsam mit einigen interessierten Lehrern mir dieses Wissen, welches ich hier aufgeschrieben habe zu erarbeiten.

Wir werden uns mit der Herkunft des Wortes beschäftigen, dass, wie viele andere in der Wissenschaft, aus dem Griechischen abgeleitet ist: „mikrós„, „klein„, und „skopeín„, „betrachten“. Um es einfach auf deutsch zu sagen. Ein Mikroskop ist ein Gerät mit dem man fast Unsichtbares für den Menschen sichtbar machen kann. Da ich mich nun Monate mit dem Thema beschäftigt und viele Geräte auch selbst bedient habe, kann ich gern hier auch eine Kaufberatung abgeben. Natürlich nur – „Meiner Meinung nach“!

Bauteile Mikroskop

Woraus besteht es Was tut es
Ein StativDas Mikroskop kann nicht auf dem Boden liegen
oder in der Hand gehalten werden. Es muss still
stehen und nicht wackeln. Daher muss es ähnlich
wie eine Kamera auf einem Stativ stehen.
Das OkularAuch wieder ähnlich wie eine Fotokamera, hat
das Mikroskop ein Okular. Da sieht man hindurch
in die Miniatur Zauberwelt und kann alles auch
nächster Nähe betrachten. Das Okular befindet
sich immer ganz oben.
Ein ObjektivWieder wie bei einer Kamera. Ein Objektiv hat das
Mikroskop ebenfalls. Wäre es nicht da, würde es
keine Vergrößerung geben. Im Objektiv gibt es Linsen,
die die Ansicht vergrößern.
Tisch für ObjektUnter dem Objektiv befindet sich der Objektiv-Tisch.
Darauf legt man das, was man vergrößert sehen will.
In meinem Fall habe ich mit einem Haar von mir
angefangen, das wie ein ungeheurer Baumstamm aussah.
Auf diesen Tisch legt man den Objektträger, meist eine
kleine Glasplatte auf dem das Objekt fest liegen kann.
LichtquelleDa ich mit Lichtmikroskopen experimentiert habe,
befand sich eine Lichtquelle unter dem Objektivträger
und darüber.

Gibt es unterschiedliche Mikroskop Typen?

Ja, eindeutig die gibt es. Allerdings würde es den Rahmen sprengen, wenn ich hier alle im Detail beschreiben würde, daher will ich viele nur grob anreißen und mich aber mehr dem Lichtmikroskop widmen, mit dem ich auch arbeiten durfte.

Generell unterteilen kann man die Mikroskope in binokulare und monokulare Mikroskope, die entweder, wie der Name schon sagt ein Okular haben oder zwei. Zusätzlich gibt es noch das Digital-Mikroskop.

Da wir aus Gewohnheit immer mit beiden Augen sehen, wird von Experten auch das binokulare Mikroskop empfohlen. Unser Großhirn kann das Gesehene besser verarbeiten und es fällt uns leichter, für eine längere Dauer, wenn man etwas sehr genau untersuchen will, mit beiden Augen zu schauen. Müsste man über Stunden angestrengt mit einem zugekniffenen Auge durch die Linse schauen, wären wohl Kopfschmerzen das Geringste was man bekommen würde. Sollten Sie sich also gern ein Mikroskop kaufen wollen, rate ich dringend dazu nur ein binokulares Mikroskop auszusuchen, auch wenn diese vielleicht in der Anschaffung erstmal etwas teurer sind. Sie sind auf jeden Fall besser für die Gesundheit.

Die Vor- und Nachteile des binokularen Mikroskops

Vorteile:
+ natürlicher Blick durch Okular
+ Schonung für Auge und Muskulatur
+ keine Kopfschmerzen

Nachteile:
– sind teurer in der Anschaffung

Was sollte man beim Kauf eines Mikroskops beachten?

Der Kauf eines Mikroskops ist ja keine Kleinigkeit, da ein halbwegs vernünftiges Gerät erst bei knapp 100 EUR anfängt. Das sollte man sich reiflich überlegen und auch mit Kind und Lehrkörpern durchsprechen, was tatsächlich notwendig ist. Scheuen Sie sich auf keinen Fall etwas mehr für ein binokulares Mikroskop auszugeben, allein schon aus Gründen der Gesundheit, was Sie Ihrem Kind schuldig sind.

Auch sollte man einen gewissen qualitativen Anspruch haben, auch hier wieder zum Wohle des Kindes, was ja damit arbeiten möchte oder soll, gedacht. Unter solchen Geräten kann der kleine Entdecker, der ja in allen Kindern, und in diesem Falle auch in Erwachsenen steckt, sehr viel untersuchen. Ich habe mich in der Vorbereitungszeit auf diesen Ratgeber Beitrag viele Stunden, ja Tage und wohl insgesamt mehrere Wochen damit beschäftigt. Ich habe mir meine Haare, Steine, auch einfache Edelsteine ebenso angesehen, wie eine tote Fliege aus der Küche. Anfangs brauchte ich viel Geduld, bis ich mit der Technik zurecht kam, doch das änderte sich, als die ersten Erfolge hatte und mich immer stärker mit der Thematik auseinander setzte. Aber lassen Sie uns wieder zu den Kaufkriterien zurück kommen.

Die Beleuchtung – Lichtquelle

Ein Lichtmikroskop arbeitet, wie der Name schon sagt, mit Licht (habe ich das oben nicht schon mal geschrieben?) Es gibt da unterschiedliche Methoden, die Durchlichtmethode und die Auflichtmethode, wobei ich mir hier nicht mehr ganz sicher bin ob es Methode oder besser Durchlichtmikroskop und Auflichtmikroskop heißen muss. Bei dem Auflicht, wird das zu untersuchende Objekt von oben mit Licht angestrahlt, wobei die Oberflächen-Strukturen deutlich erkennbar werden. Ich habe so meine tote Küchen-Fiege untersucht. Beim Durchlichtmikroskop wird das Objekt von unten angestrahlt, also besser hindurch gestrahlt. Damit kann man chemische Substanzen oder Bakterien in Flüssigkeit besser erkennen. Gerade Flüssiges muss in einem Objektträger sein, diese sind genormt, wie fast alles bei uns. Sie sind auch Glas und 76 x 26 mm groß. Aktuell werden die meisten Mikroskope mit LED angeboten und sind auch die, die am häufigsten gekauft werden.

Der Aufbau eines Licht-Mikroskop

Aufbau eines Lichtmikroskop

Das sind die wichtigsten Teile des Mikroskops: Starten wir ganz unten, dort befindet sich der Fuß des Mikroskops , meist mit Metallplatte, damit das Gerät einen festen Stand hat. Daran angebracht ist das Mikroskop-Stativ, damit das Gerät variable zu bewegen ist. Der Objekttisch, der sollte nicht fest verankert sein, da man sonst die Höhe nicht regulieren könnte. Auf dem Objekttisch liegt dann der Objektträger, welcher meist eine dünner Glasstreifen ist. Dieser wird mit Haltern befestigt, damit er mit dem Objekt darin nicht verrutscht. Darüber sind die Objektive die bei fast allen Mikroskopen eine Vergrößerung von 4x, 10x oder 40x haben. Wer jetzt professionell arbeitet, kennt noch größere Möglichkeiten der Vergrößerung. Darüber wiederum ist der Revolverkopf oder auch Objektiv-Revolver genannt, daran sind die einzelnen Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten befestigt. Weiter nach oben finden wir den Tubus auf dem das Okular sitzt.

Wir können also zusammenfassend sagen, das Mikroskop besteht aus:

  • Mikroskop-Fuß
  • Mikroskop-Stativ
  • Objekttisch
  • Kondensor (habe ich vergessen farbig zu machen, ist unterhalb des Objekttisches)
  • Objektiv-Revolver
  • Objektive
  • Tubus
  • Okular

Welche Arten von Mikroskopen gibt es?

Ich möchte Ihnen hier gern zeigen, welche verschiedenen Mikroskop-Arten es gibt. Sowie die entsprechende Funktionalität beim Mikroskopieren.

Durchlichtmikroskop

Beim Durchlichtmikroskop wird das Objekt durchleuchtet, dieses befindet sich dabei zwischen Objektiv und Lichtquelle.

Auflichtmikroskop

Auflichtmikroskope eignen sich besonders, wie oben schon beschrieben, um sich die Oberflächenstruktur eines Objektes anzuschauen. Das Objekt wird von oben, oft sogar durch das Objektiv mit Licht angestrahlt.


Stereomikroskop

Beim Stereo-Mikroskop arbeitet mit zwei Objektiven. Bitte nicht mit einem Binokularmikroskop verwechseln, dieses hat nur ein Objektiv, welches für beide Augen verfügbar gemacht wird, durch zwei Okulare.

Digital-Mikroskop

Mit einem Digital-Mikroskop kann man das Bild gleich an einen Computer übertragen zur Bearbeitung mit Bildprogrammen.

Mikroskop

Binokularmikroskop

Das Binokularmikroskop besitzt zwei Okulare, für jedes Auge eins. Man kann dort also mit beiden Augen reinschauen und bekommt ein räumliches Sehen.

Monokularmikroskope

Die Monokularmikroskope kommen meist im privaten Gebrauch oder in der Schule zum Einsatz. Ich, bzw. auch meine Tochter haben damit keine gute Erfahrung gemacht. Wir bekamen beide Kopfschmerzen.

Hersteller von Mikroskopen

Es gibt ein Reiher namhafter Hersteller für diese Geräte, weil es auch ein lukrativer Markt ist, seitdem Kinder in der Schule mit Mikroskopen arbeiten dürfen. Die Zahl der Hobby- und Freizeitmikroskopiker ist stark gewachsen. Es gibt die absoluten Profi-Marken-Hersteller wie Leica und Zeiss. Dort werden Preise aufgerufen, die an einen Mittelklassewagen erinnern. Es gibt aber auch die erschwinglichen Modelle von Kosmos, Conrad oder Bresser. Am besten macht sich ein Kauf, gerade wenn man Qualität möchte, aber auf den Preis achten will, bei einem Online Händler im Internet. Auch bei Amazon werden die Geräte angeboten, dort sollte man auf jedem Fall einmal den Preis prüfen, um evtl. ein gutes Schnäppchen zu machen.

Vielleicht wollen Sie noch Folgendes wissen:

Wer hat das Mikroskop erfunden?

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde es von einem Holländer entwickelt: namens Zacharias Janssen. Leider war der Prototyp noch mit zwei Linsen ausgestattet. Auch waren die Linsen nicht so geschliffen, wie wir das heute kennen. Ca. 50 Jahre später war es erneut ein Holländer, Antoni van Leeuwenhoek, der das erste Mikroskop mit einer Linse zusammenschraubte. Die Linse hatte einen besseren Schliff wodurch die Vergrößerungen besser wurden.

Muss man Mikroskope reinigen?

Klar doch, denn wir haben überall Staub, aber Mikroskope hassen Staub. Das Gesamtbild der Vergrößerung wird total durch Staub verändert. Daher nach Gebrauch in einen Koffer damit. Am besten noch nach der Reinigung in  Plastikfolie einpacken.

Spannendes Video über Einsatz eines Mikroskops

Letzte Aktualisierung am 21.09.2017 um 04:52 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API